Archiv für die Kategorie ‘„Schwierigkeitsgrad: einfach“ oder: Was der Kampf gegen das Patriarchat mit meinen Privilegien zu tun hat’

Liebe Menschen, die in der Vergangenheit meine teilweise recht langen, dafür sehr seltenen Artikel gelesen habt, und die dir mir seit Jahren auf Twitter folgen: Hier ist meine neues Blogprojekt, endlich mal mit inhaltlichen Schwerpunkten, und zwar jenen, die euch laut einer nicht-repräsentativen Twitter-Umfrage am meisten interessieren:

Der bisherige Blog, den ich von 2012 bis 2015 betrieb, hatte als Themen Zwangsräumung Verhindern, Solidarökonomie, Anarchismus, Freiräume, Recht auf Stadt und vieles mehr. Das sind alles Themen, für die ich mich weiterhin interessiere, aber über die ich momentan nicht schreiben möchte. Ich möchte lieber über Dinge schreiben, über die noch nicht so viel geschrieben wird, nämlich über Utopien und darüber, wie wir dahinkommen. Noch dringender aber finde ich die Themenkomplexe Kritische Männnlichkeit, Anarchafeminismus und Intersektionalität – und zwar aus der Perspektive eines weißen cishetero-Mannes. Ich möchte hier der Frage nachgehen, was wir gemeinsam gegen das Patriarchat unternehmen können, was ich noch lernen und umsetzen muss, sowie was die ganzen Erkenntnisse eigentlich konkret für unsere Organisierung und die Utopien bedeuten. Dabei will ich versuchen, nicht fremdes Wissen als mein eigenes zu verkaufen, sondern zur Vertiefung auf die vielen vielen existierenden Quellen verweisen, vor allem auf die vielen Menschen, die via tweets das Patriarchat zum Wanken bringen!

Damit diese vielen neuen Themen nicht wirr durcheinanderflirren, habe ich mir fünf neue Rubriken überlegt, und zwar wird es künftig zu folgenden Rubriken Blogbeiträge von mir geben (es handelt sich bei allen lediglich um Arbeitstitlel):

Auf Geht’s! – Perspektiven für den Weg in die befreite Gesellschaft
Dies ist der Arbeitstitel der Rubrik, in der ich über libertäre Utopien schreibe. Ich möchte Bilder einer schöneren Zukunft malen, mal grob in der Draufsicht, mal verloren im Detail. Und ich möchte wieder Ideen spinnen und Antworten finden, wie der Weg dahin aussehen könnte. Welche Perspektiven gibt es? Wie könnten unsere Schritte aussehen?

Die Zukunft wird … (oder es ist nicht die Zukunft)
In dieser Rubrik stelle ich regelmäßig ein Adjektiv vor, um in der Erklärung aufzuzeigen, wieso ich mir eine lebenswerte Zukunft ohne dieses Konzept nicht vorstellen kann. So wird der erste Beitrag aus dieser Rubrik heißen: „Die Zukunft ist intersektional (oder es ist nicht die Zukunft“).

Jenseits von Ungleichheit und Hierarchie – Leben in einer politischen Kommmune
Was wahrscheinlich die meisten nicht wissen ist, dass ich in einer politischen Kommune des Kommuja-Netzwerks lebe, und zwar in der Villa Locomuna in Kassel. Und noch weniger, was das bedeutet, wie das so ist und warum ich diese Entscheidung getroffen habe. Darauf möchte ich hier näher eingehen.

„Schwierigkeitsgrad: einfach“ oder: Was der Kampf gegen das Patriarchat mit meinen Privilegien zu tun hat
In dieser Rubrik beschäftige ich mich mit dem Patriarchat und dessen Auswirkungen auf die Gesellschaft von heute, vor allem aber auf emanzipatorische Bestrebungen und aktuelle antiautoritäre Bewegungen – und auf mich selbst. Ich möchte Fragen nachgehen, wie: Wie kann ich die patriarchale Sozialisation überwinden? Was können antiautoritäre Bewegungen aus der Beschäftigung mit Anarchafeminismus ziehen? In welchen Momenten hat auch mich das patriarchale System und die Heteronormativität belastet? Was können wir tun, um die patriarchalen Herrschaftsstrukturen in unseren Kämpfen nicht wieder zu reproduzieren? Und wer ist eigentlich dieses „wir“ und was bedeutet das eigentlich alles?

Anarchie statt Chaos!
Das Bloggen über Anarchismus allgemein werde ich wohl nicht ganz einstellen, diese Kategorie dient aber eher der Archivierung einiger älterer Blogartikel von mir.

Also, bis ganz bald hoffentlich!

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